Am Arsch… Oder besser: Meine kleine Radtour ans Meer!

„Du wirst dich nie wieder hinsetzen können!“ „Alles wird wund sein!“ – All das habe ich als Aufmunterung von meinen Freunden vor meiner Radtour gehört. Das hat mir wirklich viel Mut gemacht. Noch einmal danke dafür!!! Aber am Arsch… Alles war gut!!

Und nun versuche ich, seit knapp einer Woche, verzweifelt all das zu bündeln und aufzuschreiben, was mir in einer Woche meiner Radtour so alles Schräges, Tolles, Witziges und Wunderbares passiert ist. Ich will über meine Vorfreude, meine volle Hose (im doppelten Sinne, denn mit gepolsterten Hosen sieht man absolut sexy aus: nicht), meine Erlebnisse, Erfahrungen, meinen Arsch und meinen Muskelkater schreiben. Meinem Schlafdefizit, der Pferdesalbe als mein treuer Begleiter, sinnflutartiger Regen und all die Stationen, die ich gemacht habe, die Museen, die ich besucht habe. Ich habe Seen, Straßen, Häuser und das Meer gesehen. Mir sind viele tolle Menschen begegnet und ich war nass, bis auf die Unterhose. Ich habe geschwitzt, gefroren und wollte in mein Bett. Aber ich habe auch gefeiert, im Regen getanzt und die nicht vorhandene Sonne hat mir einen Sonnenbrand beschert. Über all das wollte ich schreiben… Auch über das Wissen, was ich aufgesogen habe. Über das Moor und die Torfproduktion, die Torffeuer, den Bau eines Schiffes, das Leben auf einem Bauernhof und den leckeren ostfriesischen Tee, über Seehunde und wie man einen Fahrradreifen richtig und schnell wechselt.

Über all das wollte ich schreiben…

Aber in den fünf Tagen sind mir abends immer so schnell die Augen zu gefallen, dass ich mir keine Notizen machen konnte. Ich habe weder intensiv geschrieben, noch Fotos gemacht. Und im ersten Moment habe ich mich darüber geärgert, weil ich nichts Nachschlagen kann und stöbern in meinen Erinnerungen. Trotzdem weiß ich: Ich habe eine sehr tolle Zeit gehabt und ich würde eine längere Radtour immer wieder machen. Meine gemachten #herzmomente kann mir sowieso keiner nehmen. Deswegen ist es gar nicht so schlimm, dass ich keine detaillierte Route aufschreiben und jeden Moment nachvollziehen kann. Der Moment zählt und nicht das Handy, die Kamera, der Stift und mein Notizblock…

Deswegen schwing dich aufs Rad, packe ein paar gute Regenklamotten, ein bisschen Proviant und Sonnencreme, einen Helm und viel Wasser ein und los geht es! Eine Karte kannst du dir sparen, schau zwischendrin auf dein Handy oder vertraue den Deutschen, denn die Wege sind so penibel gut ausgeschildert, dass man eigentlich gar nicht verloren gehen kann. Wenn das doch passiert, ist schon bald ein Bauernhof oder ein kleines Örtchen in der Nähe. Schwing dich aufs Rad und genieße! Allein oder zu zweit, zu dritt….

 

P.S. Es sieht zwar wirklich bescheuert aus, aber eine gut gepolsterte Radlerhose, ein Gelsattel und Fahrradhandschuhe sowie gute Regenklamotten sind wirklich zu empfehlen. Dein Körper wird es dir danken!

 

Hier noch die grobe Route:

Münster  – Meppen  – Papenburg – Leer – Aurich – Norddeich Mole

(Absolute Favourites: Emsland Moormuseum, Meyer Werft, Ostfriesisches Teemuseum, Seehundstation Norddeich)

 

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