Maria Anna Schwarzberg ist ‚Proud to be Sensibelchen’ – Mit Herz, Verstand und Feder

Maria, Autorin und Coach, ist 28 Jahre alt, lebt in Hamburg und nach eigenen Angaben auch oft in der Welt. Sie ist hochsensibel und das in Wort, Bild und Ton. Maria ist die Begründerin von ‚Proud to be Sensibelchen‘ und erreicht vor allem mit ihrem Podcast und ihren tollen und tiefgehenden Texten viele hochsensible Menschen. Sie ist wirklich proud to be ein ganz besonderes Sensibelchen und das kann man verdammt gut spüren, denn sie bringt es einfach auf den Punkt. Mit einer großen Portion Ehrlichkeit und einer Leichtigkeit, die man in den Texten einfach spüren kann! Sie geht mutig, mit positiven und negativen Gefühlen, voran und gibt dem Thema Hochsensibilität ein Gesicht und eine Plattform, damit andere Hochsensible Informationen, Austausch und Verständnis bekommen. Deswegen pflegt sie nicht nur ihren Facebook und Instagram-Account und produziert wunderbare Podcast-Folgen, sie hat auch eine „Proud to be Sensibelchen-COMMUNITY“ ins Leben gerufen, in dem dieser Austausch wirklich und in Farbe stattfindet. Auch mit Workshops und Treffen zu diesem Thema hat sie schon viele Follower erreicht.

 

Und deswegen steht Maria ganz am Anfang von #besensitivebeyou,

denn sie ist ganz einfach echt, sensibel und einfach sie.

 

Ich freue mich riesig darüber, dass mir Maria ein paar Fragen beantwortet hat und euch hier einen ganz kleinen Einblick in ihre Arbeit, ihre Gefühle und ihr Ziel mit ‚Proud to be Sensibelchen‘ gibt:


Dein Symbol:

 Mein Symbol ist das „Namsté“. Ich bin begeisterter Yogi und für mich kommt im Namasté alles zusammen. Nicht die euphorischen Zustände, auch nicht die Tiefs machen uns aus und sind erstrebenswert, die Ausgeglichenheit ist es. Genau deshalb heißt mein Retreat auch „Namasté, Bitches!“, weil man das ganze Spirituelle am Ende auch nicht zu ernst nehmen sollte. Es geht ums Leben und die Balance.

 

Wann bist du das erste Mal mit Hochsensibilität in Berührung gekommen?

 Ich las vor einigen Jahren einen Artikel über Hochsensibilität und dachte: „Äh, das bin doch ich?“ Da ich damals noch in Therapie wegen meines Burnouts war, sprach ich es in der Therapie an und sehr schnell war klar, dass ich hochsensibel bin. Danach habe ich Informationen und Wissen aufgesaugt, um mehr über mich zu erfahren und daran zu wachsen.

 

Wie macht sich deine Hochsensibilität bemerkbar?

 Ich fühle. Alles, mich, die Menschen um mich herum, Schmerz, Liebe und das stärker als Menschen, die eben nicht hochsensibel sind. Das macht sie nicht schlechter oder besser, Hochsensibilität ist kein Aushängeschild und kein Stempel. Es ist eben ein Teil von mir. Ich bin sehr geruchs- und geräuschempfindlich, bin sehr emphatisch mit ausgeprägtem Helferkomplex und kann nicht nur mich, sondern auch andere, Stimmungen und Räume mit vielen Menschen fühlen. 

 

Was ist richtig geil an deiner HS?

 Feelings, ich sag es auch, die will ich nicht missen.

 

Was fuckt dich richtig ab an deiner HS?

 Da ich mich schon seit einigen Jahren damit beschäftige und viel an mir gearbeitet habe – denn ich kann nicht erwarten, dass meine Umwelt Rücksicht auf mich nimmt, es sind ja meine Gefühle – sind die Schattenseiten recht überschaubar. Wenn ich ins Grübeln komme, die Gedanken kreisen, dann mache ich Yoga oder meditiere. Ich habe mich selbstständig gemacht und kann deshalb meinen Alltag sehr gut selbst bestimmen. Große Menschenmassen lasse ich eher aus, es sei denn ich habe richtig Bock darauf. Ich bin vegan, nehme also keine tierischen Produkte und Emotionen von Tieren auf, verzichte auf chemische Pflegeprodukte und deren Geruch, achte auf ausreichend Schlaf und gehe einfach sehr offen damit um, wenn es mir auch einmal schlecht geht – woher sollte mein Gegenüber sonst davon wissen? Bisher fahre ich damit gut.

 

Inwiefern kennst du Gleichgesinnte und bist Teil einer Community?

 Viele meiner Freunde sind hochsensibel, das ist sehr schön, weil wir uns austauschen können und oftmals wissen, was in dem anderen vorgeht und sehr tiefgründige Gespräche führen können. Ansonsten liebe ich meine „Proud to be Sensibelchen COMMUNITY“ bei Facebook, die durch meinen Podcast entstanden ist und in der sich alle Hochsensiblen, ganz gleich wo sie wohnen und wer ihre Freunde sind, austauschen können, Herausforderungen gemeinsam angehen und sich zusammen freuen können.

 

Beruf oder Berufung?

 Berufung! Ich liebe das Schreiben, Podcasten und Coachen und bin sehr dankbar und stolz, den Weg in die Selbstständigkeit gegangen zu sein.

 

Was verbindest du mit den Begriffen ‚Scanner und Synästhesie‘?

 Synästhesie lässt sich bei Hochsensiblen kaum vermeiden, so sehr wie wir ständig reizüberflutet werden und unser Gehirn all das wahrnehmen und verarbeiten muss. Ich bin selbst Scanner und finde das auch sehr gut so. Alles hat Pros und Contras, es ist immer nur eine Frage, wie wir damit umgehen.

 

Inwiefern hat dein Burnout mit deiner Hochsensibilität zu tun?

 Wahrscheinlich mehr als ich anfangs dachte. Ich hatte zu dieser Zeit, in der ich noch nicht um meine Hochsensibilität wusste, meine emotionale und weibliche Seite stark unterdrückt und bin mehr und mehr in die Fremdbestimmung gekommen statt selbstbestimmt in meiner ganz eigenen Stärke zu sein. Das ist ok, weil ich es damals einfach nicht besser wusste. Trotzdem ist es natürlich traurig, dass es soweit kommen musste bis ich aufgewacht bin und erkannt habe, meinem Lebensweg zu folgen und keinem anderen.

 

Welche Rolle spielt Kreativität und Kunst in deinem Leben?

 Autorin und früher auch Fotografin, ich würde also sagen: Eine große Rolle. Ich liebe es, kreativ zu sein, genau so wie rational und organisiert zu sein. Bei mir schließt sich das nicht aus, die beiden geben sich die Hand und Raum.

 

HS und Beziehungen?

 Geil und schwierig. Das tiefe Fühlen, die Verbindung, die ist wunderschön. Aber für den Partner kann es natürlich auch anstrengend sein, gerade wenn der Betroffene darum noch nicht weiß oder dem anderen viel abverlangt. Bei mir beginnt und endet alles, ich kann meinen Partner nicht verantwortlich machen, wenn es mir schlecht geht oder er bestimmte Sachen nicht fühlt. 

 

Was steht ganz oben auf deiner To-do-Liste?

 Mit Orcas kajaken.

 

Dein Ziel mit deiner Webside/deinem Blog/deinen Podcasts?

 Ich möchte das Thema Hochsensibilität salonfähig machen, aufzeigen, dass Hochsensible nicht nur heulen oder auf der stillen Treppe sitzen. Ich möchte, dass wir Aufmerksamkeit bekommen, damit andere Hochsensible überhaupt erst einmal davon erfahren – immerhin geht man von 20 % der Bevölkerung aus, dass wir Akzeptanz für unsere Emotionalität bekommen und Anerkennung, weil wir nicht schwach sind, nur weil wir tiefer und mehr fühlen. Und ich möchte alle Menschen erreichen, die hochsensibel, sensibel oder einfach nur interessiert an ihrer Persönlichkeit sind, damit wir wachsen können. Am Ende kommt es im Leben nicht auf unser MakeUp, die Sachen oder den Job an, sondern auf unsere Handlungen, weil die unser Inneres repräsentieren. Und deswegen ist Sensibilität eine ganz große Stärke.

 

Das möchtest du mir noch sagen….

 Be proud to be Sensibelchen!

In diesem Sinne: #danke und vor allem #besensitivebeyou! Denn es lohnt sich!

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